Was wir fordern
Rettet die lebendige Donau.
Wir sind nicht gegen die Schifffahrt an sich. Die Verwendung des Flusses als Transportweg ist eine legitime und immer bedeutendere Funktion des Flusses – aber sie ist beiweitem nicht die einzige. Zukunftspläne für den Fluss müssen also auch eine Vielzahl an ökologischen und anderen Gütern und Leistungen die uns der Fluss bietet, von Flutschutz über Wasseraufbereitung bis hin zur Artenvielfalt, berücksichtigen.
Obwohl die Binnenschifffahrt als eine umweltfreundliche Transportform gilt, ist sie nur dann nachhaltig, wenn sowohl globale Auswirkungen (Treibhausgasemmissionen) als auch lokale Auswirkungen (auf Ökosysteme und ihre Leistungen) berücksichtigt werden. Unabdingbar ist auch eine ausgewogene Balance zwischen Schifffahrt und anderen Funktionen des Flusses.
Was wir allerdings klar ablehnen, sind Behinderungen von Infrastrukturentwicklungen, veraltete und einseitige Baumethoden und engstirnige Lösungen, die weder nachhaltig sind, noch eine umfassende Bedürfnisanalyse beinhalten.
Organisatorische Engstellen, wie z.B. unzureichendes und ineffizientes Hafenmanagement, sollten zuerst betrachtet werden, bevor physische Veränderungen des Flusses vorgenommen werden. Genügend Beispiele zeigen, dass innovative Technologien und Projekte umgesetzt werden können – solange ein politischer Wille vorhanden ist: bessere Schiffbautechnologien, Flussinformationssysteme, und Win-Win Projekte, die durch eine Widerverbindung des Flusses mit seinen Auen sowohl die Schifffahrtsbedingungen als auch die lokale ökologische Situation verbessern.
Wir unterstützen die Binnenschifffahrt auf der Donau, vorausgesetzt die dafür entwickelten Pläne und Projekte
- haben keine negativen Auswirkungen auf das Flusssystem – sowohl lokal als auch den gesamten Flusslauf betreffend;
- werden aus ökologischer Sicht nachhaltig geplant;
- nehmen Rücksicht auf sozio-ökonomische Bedürfnisse (z.B. Fischerei und Tourismus), insbesondere lokaler und regionaler Gemeinschaften;
- und entsprechen allen gesetzlichen Rahmenbedingungen (z.B. der EU Wasserrahmenrichtlinie).
Um diese Ziele zu erreichen, gilt es 6 Grundsätze einzuhalten.
