Untitled Document

“Richtiges” Planen

1) Berücksichtige bei der Planung der Schiffahrt auf der Donau nicht nur ökonomische sondern auch ökologische und soziale Aspekte und Faktoren.

Für ein ökologisch fundiertes und nachhaltiges Schifffahrtssystem ist die Entwicklung eines „nachhaltigen Transportplanes“ entlang der gesamten „EU Achse Nr. 18“, d.h. Donau und Rhein, unumgänglich. Dieser sollte sich mit intermodalen Aspekten, Flussinformationssystemen und einer Modernisierung der Schifffahrtsflotte beschäftigen und eine Balance zwischen ökologischen, sozio-ökonomischen und Transportbedürfnissen schaffen. Essentiell ist, dass dieser umfassende Ansatz berücksichtigt wird bevor spezifische, lokale Projekte geplant werden.

2) Verschaffe Dir eine Sicht für das Ganze: Weg von “Salamitaktik” – hin zu einer strategischen, ökologischen Bewertung.

Nur durch eine strategische ökologische Bewertung können die kummulativen Auswirkungen aller geplanter Eingriffe in das Flusssystem eingeschätzt werden. Sie zeigt auch verschiedene Alternativen zur Erreichung des gewünschten Ergebnisses auf (eine Verlagerung des Gütertransports auf das Schiff).

3) Plane die Schifffahrt so, dass sie andere Verwendungsformen und Leistungen des Flusses nicht unterminiert.

Ein progressives EU-Gesetzt – die Wasserrahmenrichtlinie – liefert gute Rahmenbedingungen für eine ganzheitliche, den gesamten Flusslauf umfassende Planung. Ein Rahmenwerk, das sicherstellen soll, dass die Flussnutzung nicht zu Lasten des Flussökosystems geht. Viele der derzeitigen Schifffahrtsinfrastrukturprojekte werden jedoch geplant, ohne die Anforderungen dieses Wassergesetztes zu befolgen. Das muss sich ändern: die Schifffahrtsvorhaben müssen in die Umsetzung dieser Richtlinie weitaus besser integriert werden.

4) Inkludiere ökologische Kompensationsmaßnahmen in die Projektplanung.

Durch Restauration und Kompensationsmaßnahmen können in manchen Fällen neue innovative Ansätze die negativen Auswirkungen bestehender hydraulischer Flussregulierungen ausgleichen. Das Ziel solcher Ansätze ist eine kontrollierte Reaktivierung der natürlichen dynamischen Prozesse und Bestandteile des Flusssystems (z.B. Seitenarme, Auen, Erosions- und Sedimentierungsprozess). Beispiele dafür sind die Wideröffnung von Seitenarmen, das Entfernen von Uferbefestigungen und veralteten Dämmen und die Renaturierung von Flussabschnitten, die aus Sicht der Schifffahrt nicht als problematisch gelten. Solche Kompensationsmaßnahmen sollten erforscht und in Schifffahrtsprojekten angemessen eingesetzt werden.




design & technology by getunik.com