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Deutschland: Straubing-Vilshofen


Deutschlands letzter freifließender Donauabschnitt – gestaut und verloren?

Die letzte freifließende Strecke der Donau in Deutschland soll reguliert werden. Die derzeitigen Pläne zur Errichtung von Dämmen würden schwerwiegende Auswirkungen auf den lebenden Fluss haben.

Erste regionale Planungsarbeiten für den Flussabschnitt zwischen Straubing und Vilshofen begannen in den frühen 1990ern. Damals konnte das Projekt, das nur aus flussbaulichen Maßnahmen bestand, durch den starken öffentlichen Widerstand gestoppt werden, neue Alternativen sollten gefunden werden.

Aufgrund des starken Widerstands gegen eine Regulierung der Donau in diesem Abschnitt, wurden daraufhin zahlreiche Studien durchgeführt. Vier Projektalternativen stehen bis heute zur Diskussion.

Diese Alternativen beinhalten hydraulische Maßnahmen wie Ausbaggerungs- und Regulierungsarbeiten, Stauwehre und Dämme. Aber nur eine der Variante bezieht ökologische Bewertungen, in Form angemessener Kompensationsmaßnahmen, mit ein.

Flussbauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen, wie vor allem Vertiefungsarbeiten, werden ernst zu nehmende Auswirkungen auf Lebensräume, Fauna und Hochwasserschutz haben. Werden Alternativen gewählt, die die Errichtung von Dämmen zum Ziel haben, könnte dies die Auenwälder und die Dynamik zwischen dem Fluss und seinen Auenwäldern gänzlich zerstören.


Factsheet

Straubing-Vilshofen, Bayern/Deutschland.
Der letzte freifließende Abschnitt der Donau in Deutschland soll reguliert werden.
© Dieter Scherf

Weitere Informationen über diesen Flussabschnitt

Update Deutschland

3000 Menschen unterzeichneten Ende Juni die Petition "Rettet die Donau" im Rahmen der Konzerte von Hubert von Goisern in Passau und Regensburg.

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