Ein an die Schiffe angepasster Fluss

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Die Donau: Ausgebaggert, eingedämmt und reguliert
Eine Reihe geplanter und bereits laufender flussbaulicher Projekte, unterstützt durch die EU und nationale Regierungen, haben zum Ziel, die Donau auf einer Länge von insgesamt über 1000 Kilometer auszubaggern, einzudämmen und zu stauen und sie so in neue künstliche Bahnen zu lenken. Dabei bedrohen sie nicht nur die wenigen noch verbliebenen ökologisch wertvollen Gebiete des Flusses, sondern auch viele der Güter und Funktionen die uns die Donau bereitstellt.
Zu den laufenden und geplanten Flussbauprojekte zählen:
EU TEN-T „Korridor Nummer 7“. Die EU beabsichtigt, die Donau zu einem primären Transportkorridor im Rahmen des Transeuropäischen Netzwerks für Transport (TEN-T) auszubauen. Doch die derzeitigen EU-Pläne zur Entwicklung dieses Transportkorridors drohen, die wertvollsten Gebiete entlang des Flusses zu zerstören.
Deutschland: der Abschnitt Straubing-Vilshofen. Aktuelle Pläne zur Errichtung von Dämmen und Regulierung der Donau zwischen Straubing-Vilshofen in Bayern würden schwerwiegende Auswirkungen für diesen letzten freifließenden Donauabschnitt in Deutschland haben.
Österreich: der Abschnitt Wien-Bratislava. Pläne, die die Vertiefung des Flusses im Gebiet des Nationalparks Donaauen zu Gunsten der Schifffahrt zum Ziel haben, könnten sich in einem „Dominoeffekt“ auf die gesamte Donau auswirken.
Ungarn: Praktisch der ganze ungarische Donauabschnitt soll reguliert werden, was nicht nur eine Reihe natürlicher Gebiete einschließlich des Ipoly Nationalparks gefährdet, sondern auch die Trinkwasserversorgung für Millionen Menschen bedroht.
Bulgarisch-Rumänischer Abschnitt. Schifffahrtsprojekte bedrohen die untere Donau zwischen Bulgarien und Rumänien und damit einen der wertvollsten Flussabschnitte überhaupt.
Rumänien: der Abschnitt Calarsi-Braila. Hier ist derzeit ein von der EU gefördertes Projekt im Vormarsch, das 90 % der Migrationsroute der vom Aussterben bedrohten Störe abschneiden wird.
Ukraine: Bystroye-Kanal. Die ukrainische Regierung errichtet diesen Kanal mitten durch das Herz des Donaudelta Biosphäre Reservat, einem Gebiet von globaler ökologischer Bedeutung.
