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EU "Korridor Nr. VII"


Laut der Europäischen Kommission ist die Donau einer der wichtigsten Transportkorridore im neuen und immer enger zusammenwachsenden Europa. Doch die derzeitigen Pläne der EU, diesen Transportkorridor auszubauen, bedrohen die ökologisch wertvollsten Abschnitte der Donau auf einer Gesamtlänge von über 1000 Kilometer.

Transportkorridor mit höchster Priorität
Das Transeuropäische Netzwerk für Transport (TEN-T) der EU hat die Donau als „Paneuropäischen Transportkorridor 7“ und Teil der „Prioritätsachse Nr. 18“ definiert.

Das TEN-T-Programm der EU umfasst das gesamte Netzwerk aus Straßen, Schienen, Binnenwasserwegen und Häfen, Meereshäfen und Flughäfen in der EU und den Nachbarstaaten, sowie die derzeit noch fehlenden Anbindungen. Die Projekte für die Entwicklung der Infrastruktur und die dafür nötigen Leistungen werden von den Mitgliedsstaaten selbst vorgeschlagen.

„Flaschenhälse“
Im Rahmen des TEN-T wurden einige sogennante „Flaschenhälse“ (natürliche Engstellen des Flusses) entlang der Donau identifiziert und deren Beseitigung als Teil der vorrangigen TEN-T-Projekte vorgeschlagen. Das dafür aufgesetzte Dokument – die TEN-T Richtlinien – beinhaltet keinerlei Angaben darüber, wie diese vorrangigen Projekte umgesetzt werden sollen, also ob dafür statt traditioneller Ansätze, die zu einer Kanalisierung des Flusses führen, auch innovative Lösungen, wie z.B. neue Schiffbautechnologien, in Frage kommen. Da es sich bei diesem Dokument nur um den Bericht der Arbeitsgruppe um Karel van Miert handelt, das eine Flussregulierung durch die Entfernung der Flaschenhälse vorschlug, stehen rein rechtlich gesehen die Türenauch für andere und neue Ansätze offen.
Tatsächlich, so eine Studie des WWF, sind die bestehenden Kapazitäten für Schifffahrt auf der Donau nicht ausgeschöpft. Die wirklichen „Flaschenhälse“ für die Donausschifffahrt sind die logistischen Knoten, wo Güter von den Schiffen in LKWs und Züge und umgekehrt geladen werden.

Was passiert jetzt?
Die EU-Staaten haben Projekte zur Regulierung des Flusses entlang der vorrangigen Abschnitte vorgeschlagen und sich um EU-Gelder beworben. Die Projekte befinden sich in verschiedenen Phasen – einige sind noch ganz am Anfang, andere stehen bereits kurz vor ihrer Umsetzung. Im Allgemeinen sind die von den Verkehrsministerien vorgeschlagenen Projekte durch altmodische und längst überholte Ansätze gekennzeichnet, die die Kanalisierung der Donau zum Ziel haben. Damit würde der lebendige Fluss unwiederbringlich zerstört.

Ein Großteil der geplanten Projekte betrifft die wertvollsten Ufergebiete entlang der Donau.



Konfliktgebiete zwischen Schifffahrtsplänen und Gewässerschutz auf der Donau.
Karte der TEN-T Projekte, anderer Schifffahrtsprojekte und der Gebiete von hoher ökologischer Bedeutung entlang der Donau.
© WWF DCP

Karte der Donauschifffahrtsprojekte als Download


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