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Flaschenhals Wien-Bratislava


Projekt mit Vorbildfunktion?

Einer der beiden frei fließenden Donauabschnitte in Österreich liegt zwischen Wien und der Grenze zur Slowakei. Hier befindet sich das größte Auenwaldgebiet der Oberen Donau. Entscheidungen, die für diesen Abschnitt getroffen werden, könnten einen „Dominoeffekt“ auf die gesamte Donau haben.

Das Projekt betrifft den 48 km-langen Abschnitt zwischen dem Kraftwerk Freudenau nahe Wien und der österreichisch-slowakischen Grenze. Diese Strecke liegt innerhalb des Donauauen Nationalparks, einem Biosphärereservat und Natura 2000- bzw. Ramsargebiet.

Ziel des Projekts ist es, die derzeitige Fahrwassertiefe von 2,2 Metern so auszubauen, dass auch während niedrigem Wasserstand (343 Tage pro Jahr) eine Fahrwassertiefe von 2,8 Metern garantiert werden kann.

Da im Planungsprozess ökologische Experten miteinbezogen wurden, beinhaltet das Projektdesign ökologische Kompensationsmaßnahmen wie die Instandsetzung der Flussufer und die Wiederanbindung von Seitenarmen. Maßnahmen, die zu einer allgemeinen Verbesserung der ökologischen Situation führen können.

Dennoch, dieses Projekt könnte zu einem neuen „Tiefen-Trend“ für die gesamte Donau führen. Denn zum ersten Mal würden Tiefenverhältnisse umgesetzt, welche die Empfehlungen der Donaukommission (2,5 Meter) überschreiten. In der logischen Folge müssten auch andere Abschnitte angepasst werden, die donauweiten Auswirkungen dieses Vorgehens werden dabei nicht miteinbezogen. Laut einer offiziellen Veröffentlichung zum Projekt „können die beabsichtigten Vorteile [dieses Projekts] nur dann vollständig realisiert werden, wenn auch die Flaschenhälse in den benachbarten Donaustaaten beseitigt werden.“

 

 



Factsheet

Frachtschiff, Donau.
Mit neuen Technologien können auch große Schiffe an den Fluss angepasst werden.
© Kelsey Hughes

Projektinformationen seitens des Auftragnehmers Via Donau


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