Bedrohte Natur
Abgesehen von den 83 Millionen Menschen, die in ihrem Einzugsgebiet leben, bietet die Donau auch für weltweit bedeutende Tier- und Pflanzenarten wie dem Rosa Pelikan oder dem Beluga Stör einzigartige Lebensräume. Doch an den ökologisch wertvollsten Abschnitten der Donau sind Regulierungs- und Grabungsarbeiten geplant.
Während große Teile der Oberen Donau in Deutschland und Österreich bereits reguliert sind, sind die naturbelasseneren Bereiche der Mittleren und Unteren Donau sowie des Donaudeltas der Lebensraum einer reichen und einzigartigen Artenvielfalt, die in den moisten europäischen Flusssystemen als längst verloren gilt.
Vor allem der untere und mittlere Teil des Flusslaufs umfasst eine Reihe von Gebieten, die von internationaler Bedeutung sind: Dazu zählen die Feuchtgebiete in Kopacki rit am Zusammenfluss von Donau und Drava in Kroatien, und der gesamte untere Abschnitt der Donau – das spektakuläre Diese Gebiete sind vor allem als Lebensraum für Fische und Vögel wichtig.
66% der bestehenden oder vorgeschlagenen EU Natura 2000-Gebiete, das Herzstück des ukrainischen Donaudeltas, 19 wichtige Vogelgebiete, 11 Ramsar-Gebiete auf einer Fläche von 70.000 Hektar sind durch Pläne für die Schifffahrt bedroht.
Von den insgesamt 330 Vogelarten, die ihre Heimat in der Donauregion haben, stehen 223 auf der “Roten Liste” der streng geschützten Arten der Berner Konvention, darunter 70 % der Weltpopulation des Rosa Pelikan und 60 % aller Zwergkormorane. Die untere Donau und das Donaudelta sind vor allem als Nist- und Rastplätze für hunderte Vogelarten, wie den Krauskopfpelikan, den Seeadler oder die Rothalsgans, von Bedeutung.
Die Donau ist auch in Hinblick auf Fische Europas reichster Fluss – 103 Fischarten sind in ihr heimisch, darunter sieben Arten, die weltweit nur hier vorkommen. 5 der 6 Störarten, die einst die Donau bewohnten, sind bereits oder beinahe ausgestorben, hierzu zählt auch der große Beluga (Huso huso), der so groß wie ein Kleinbus werden kann.



