Was ist in Gefahr?

Lebendiger Fluss
Die Donau ist Europas Lebensader und verbindet Mensch und Natur.
Die Donau ist der internationalste Fluss der Welt. Auf ihrer 2.857 km-langen Reise, die im Schwarzwald in Deutschland beginnt, durchfließt sie 10 Länder und vier Hauptstädte, bevor sie über das Donaudelta in Rumänien und der Ukraine schließlich das Schwarze Meer erreicht. Rund 83 Millionen Menschen leben in ihrem Einzugsgebiet, das 801,463 km2 umfasst.
Große Teile des Flusslaufes wurden bereits künstlich verändert, über 80 % der ehemaligen Feuchtgebiete sind bereits verloren.
Dennoch sind bis heute außergewöhnliche Gebiete entlang der Donau erhalten geblieben: Dazu zählen der deutsche Abschnitt zwischen Straubing und Vilshofen; die berühmte Wachau in Österreich; die Feuchtgebiete der mittleren Donau mit dem beeindruckenden Kopacki rit; die bulgarischen und rumänischen Inseln; und die riesigen Schilfwälder und Feuchtgebiete im Donaudelta, ein Gebiet von globaler ökologischer Bedeutung.
Gleichzeitig versorgt uns die Donau mit Trinkwasser, sorgt für Wasser- und Hochwassermanagement und bietet Grundlage für Fischerei, Tourismus und Erholung.
Seit Jahrhunderten wird die Donau auch für die Schifffahrt genutzt. Schiffsführer haben gelernt, ihre Schiffe durch die engen, seichten oder geschlungenen Abschnitte des Flusses zu führen. Doch nun ist ein Übermaß in der Nutzung der Schifffahrtskapazitäten des Flusses geplant, das mit Hifle altmodischer flussbaulicher Methoden errreicht werden soll – eine Gefahr für die gesamte Donau und ihre Ökosysteme.
Flüsse sind dynamische Systeme - Flussbett, Ufer und Grund verändern kontinuierlich ihre Form, sodass ein Mosaik aus tieferen und seichteren Abschnitten, geradelinigeren und kurvigeren Strecken entsteht. Die derzeitigen Ansätze für die Binnenschifffahrt dagegen suchen nach stabilen und vorhersehbaren Bedingungen – nach einer Wasser-Autobahn, ohne „Flaschenhälse“ oder seichte Abschnitte.
